Wissenswertes, Tipps und Tricks

UNSERE ECHTEN DÜFTE

Wir verwenden ausschließlich 100% naturreine ätherische Öle, die direkt aus den Pflanzen gewonnen werden. Synthetischen Duftstoffe und naturidentischen Duftstoffe aus Laboren haben in unseren Kerzen nichts verloren.

Wir kreieren unsere Duftmischungen selber.
Dafür haben wir ca. 80 verschiedene Proben von verschiedenen ätherischen Ölen zur Verfügung, aus denen man natürlich unzählige verschiedene Kombinationen machen kann. Inspiration für unsere Duftkreationen ist dabei unsere Natur. Unsere Bergluft Kerze sollte z.B. den typischen Geruch der heimischen Zirbe, die nur über 1.000 hm wächst, widerspiegeln.
Äthersiche Ölmischungen müssen erst mal eine Weile ruhen, damit sich die verschiedenen Düfte zu einer Gesamtheit vermengen. Erst dann können kleine Testkerzen gegossen werden. Der Duft für neue Kerzen wird erst dann erkoren, wenn er unsere Nasen an verschiedenen Tagen überzeugt hat.
Keine Frage, es wäre viel einfacher vorhandene, fertige Duftmischungen von speziell ausgebildeten Parfumeuren zu verwenden. Aber nur durch unsere eigenen Kreationen sind unsere Kerzen auch authentisch - finden wir halt.

Ätherische Öle sind hochwirksame Stoffe in verschiedenen Pflanzen, die auch für den guten Duft der Pflanzen verantwortlich sind. Wenn du zum Beispiel durch einen Kräutergarten gehst und mit der Hand über Pfefferminze, Rosmarin und co. streifst, riechst du die ätherischen Öle der Kräuter. Oder wenn du im Wald spazieren gehst, vor allem an heißen Tagen oder nach Regen, nimmst du den herrlichen Duft der Nadelbäume wahr. Auch der kommt von den ätherischen Ölen in Fichte, Tanne und co.
Sicher hast du schon mal mit der Schale einer Orange oder Zitrone gespielt und beobachtet, dass beim Zusammendrücken eine Flüssigkeit rauskommt. Voilà, das sind die ätherischen Öle der Zitrusfrüchte.

100% naturreine ätherische Öle werden immer direkt aus den Pflanzen gewonnen. Dabei werden meistens zwei verschiedene Methoden angewandt.
Die erste Methode ist die Kaltpressung. Das funktioniert bei Zitrusfrüchten, deren ätherische Öle direkt in den Schalen sitzen und die sich mit reinem Auspressen lösen. Um größere Mengen zu produzieren werden hier viele Schalen gleichzeitig gepresst und danach wird das gewonnene Öl in der Zentrifuge von anderen Fruchtbestandteilen gelöst. Diese kaltgepressten Öle gibts dann z.B. von der Zitrone, Grapefruit, Bergamotte oder Limette.
Die zweite und häufigste Methode ist die Wasserdampfdestillation. Dieses Verfahren wird bei den meisten anderen Pflanzen mit ätherischen Ölen angewandt. Dabei kann es sich um Kräuter (zB. Pfefferminze oder Rosmarin), Blüten (z.B. Rosenblüten oder Lavendelblüten), Nadeln und Zweige (z.B. Zirbe oder Wacholder) und auch Wurzeln (zB. Ingwer) handeln. Das Pflanzenmaterial wird dabei über einen Kessel voll Wasser geschichtet. Der durch das Erhitzen entstandene Wasserdampf löst die ätherischen Öle dann aus den Pflanzenteilen und nimmt sie mit in die Kuppel des Kessels. Der Dampf wird dann wieder gekühlt und die gewonnene Flüssigkeit abgelassen. Das ätherische Öl setzt sich dann auf dem Pflanzenwasser (Hydrolat) ab und kann abgeschöpft werden.

Ätherische Öle sind sehr wertvoll und nur in sehr kleinen Mengen in den Pflanzen enthalten. So braucht man um 1 Liter ätherisches Latschenkieferöl zu gewinnen ca. 250kg Nadeln.
Eine einzige Wohlfühlzeit Kerze enthält beispielsweise das ätherische Öl von ca. 600 Gramm Lavendelzweigen und 80 Gramm Wacholderbeeren.
Wir verwenden insgesamt ca. 30 verschiedene Öle, aus denen wir die verschiedenen Mischungen herstellen. Die jeweiligen Öle werden dort produziert, wo die Pflanzen wachsen. Latschenkieferöl zB. in Österreich, die Zitrusöle wiederum in Italien.

Ätherische Öle sind kleine, natürliche Kraftpakete mit verschiedensten Wirkstoffen. Sie werden erfolgreich in der Aromatherapie eingesetzt und können Körper und Psyche positiv beeinflussen. So wirken viele ätherische Öle antibakteriell und antiviral (z.B. Nadelöle und auch Zitrusöle). Manche wirken so richtig entspannend, wie z.B. Lavendelöl. Andere wiederum regen den Kreislauf an, wie beispielsweise Rosmarinöl. Wir haben für alle unsere Duftmischungen die verschiedenen Wirkungen beschrieben (siehe Produktseiten).

Synthetische Duftstoffe sind in Labors künstlich konstruierte Substanzen, die chemisch hergestellt werden. Diese Substanzen imitieren Düfte, die nicht natürlich gewonnen werden können, wie z.B. Apfelblüte, Pfirsich, Maiglöckchen oder Lilie. Und es werden mit Hilfe von Chemie Düfte nachgebaut, die zwar natürlich gewonnen werden können, die aber wahnsinnig teuer sind, da die Herstellung so aufwendig ist, wie z.B. Rose oder Jasmin.
Für die Natur sind synthetische Duftstoffe bedenklich, da sie konstruierte, chemische Substanzen sind, die in dieser Form nicht in der Natur vorkommen und somit das natürliche Gleichgewicht stören.
Moschusduft beispielsweise wird seit 1888 synthetisch hergestellt. Die Moschusduftverbindungen Galaxolid und Tonalid sind weitverbreitet und werden auch in der Kosmetik, Seife, Shampoo und Waschmitteln verwendet. Sie sind mäßig wasserlöslich und schlecht biologisch abbaubar und setzen sich in unseren Oberflächengewässern und Fischen fest. (—> nähere Infos)

Nein, leider nicht. Natürlich darf ein Duft auch heißen, wenn er natürlich riecht, aber trotzdem im Labor hergestellt wurde —> das sind die sogenannte naturidentischen Düfte. Naturidentischer Rosmarinduft z.B. ist in der Molekülstruktur immer anders als naturreines, ätherisches Rosmarinöl. Deshalb fehlt dann bei naturidentischen Ölen auch die aromatherapeutische Wirkung.

Naturreine ätherische Öle sind sensibel und teuer. Sie unterliegen - je nach Anbaugebiet, Wettersituationen und Erntezeiten - natürlichen Schwankungen. Das macht es schwierig, durch sie ein exaktes, geplantes Dufterlebnis zu erreichen, worauf große Konzerne aber angewiesen sind. Oder sich das selbst auferlegt haben. Außerdem - und am wichtigsten für große Kerzenhersteller: Synthetische Duftstoffe sind im Vergleich zu ätherischen Ölen wesentlich günstiger.
Wir sehen in den natürlichen Schwankungen des Dufts den Charme der Natur. Auch gute Weine riechen und schmecken nicht jedes Jahr gleich - das macht sie erst so interessant und besonders.

Natürlich sind unsere Produkte 100% tierversuchsfrei! Wir finden, dass es nirgends nötig sein darf, diese Frage stellen zu müssen. Sehr traurig...

WACHS - DOCHT - GLAS

Pflanzliches Wachs ist ein natürliches Wachs aus nachwachsenden Rohstoffen und somit eine super Alternative zu Paraffin. Die Basis des Wachses ist Rapsöl mit einem geringen Anteil an Sojaöl, das dann in einem speziellen Verfahren gehärtet wird, wodurch unser Wachs entsteht. Diesen Vorgang kann man mit der Herstellung von Margarine vergleichen, die ja auch ein gehärtetes Pflanzenwachs mit einer etwas anderen Konsistenz ist.
Hergestellt wird unser Wachs in Europa.

Paraffin, das am häufigsten als Kerzenwachs verwendet wird, ist ein Erdölprodukt und kommt für uns somit grundsätzlich nicht in Frage. Stearinwachs (das sind die Kerzen mit der Kristallstruktur) wird zumeist aus Palmöl hergestellt, das meist in Asien gewonnen wird und wofür Regenwald zugunsten von Palmen-Monokulturen geopfert wird. Das ist für uns definitiv auch keine Option.
Unsere Rapswachsmischung ist pflanzlich, nachwachsend, die Pflanzen sind in Europa gewachsen und das Wachs wird in Europa produziert. Außerdem hat es sehr gute Brenneigenschaften und ist mitverantwortlich für die lange Brenndauer.

Wir verwenden für unsere Kerzen hochwertige Baumwolldochte, natürlich bleifrei, die nach hohen Standards und mit viel Fachwissen in Deutschland gefertigt werden. Die Auswahl des richtigen Dochts treffen wir selbst, in dem wir viele verschiedene Tests durchführen, um den passenden Docht zu finden.
Eine Ausnahme ist unser Kamingeflüster, hier haben wir uns für einen Holzdocht entschieden. Die Besonderheit dabei ist, das dieser Docht knistert. Neben dem Dufterlebnis gibts hier also noch das akustische Erlebnis obendrein.

Grün ist die charakteristische Farbe der österreichischen Literweinflasche, die das Ausgangsmaterial für unsere Kerzengläser sind. Bislang haben wir unsere Kerzengläser in mühevoller Kleinarbeit selber hergestellt. Jetzt haben wir uns Unterstützung geholt, um uns voll auf die guten Düfte und die Qualität unserer Kerzen zu konzentrieren. Was uns besonders freut ist, dass wir einen Partner gefunden haben, der gleich denkt wie wir: Wir arbeiten mit einem Wiener Unternehmen zusammen, das kleine, traditionelle Handwerksbetriebe in Rumänien unterstützt. Und dabei besonders Wert legt auf den Schutz unserer Umwelt und Nachhaltigkeit. So unterstützen wir einerseits die Menschen in Rumänien und schaffen dort Arbeitsplätze, bei denen nicht ausgebeutet wird sondern wodurch wertvolles Handwerkswissen weiterverbreitet wird. Andererseits können wir uns voll und ganz dem widmen, was unser größtes Anliegen ist: hervorragende natürliche Duftkerzen und Duftprodukte zu erzeugen.

Auf jeden Fall! Das ist auch der Grund dafür, warum wir soviel Wert darauf legen, dass unsere Gläser aus den Flaschen richtig schön geschnitten und geschliffen sind.
Dein Kerzenglas kannst du leicht reinigen, da das verwendete pflanzliche Wachs sehr weich ist (siehe nächster Punkt).
Verwende das Glas als Vase für deine Wiesenblumen, das schaut besonders nett aus. Oder auch als Teelichthalter mit ein wenig Sand oder kleinen Steinen für einen ebenen Boden. Wir selber verwenden unsere Gläser auch als Trinkgläser. Oder du holst dir den Deckel dazu und machst dir aus dem Glas einen richtig schönen Aufbewahrungsbehälter.

Ein schöner Effekt von pflanzlichem Wachs: Das Wachs ist sehr weich, deshalb bekommt man es auch leicht aus dem Glas. Wir geben es dafür in den warmen Backofen, bei ca. 70-90°C. Dann schmilzt das Restwachs und du kannst es ausleeren. Wisch das warme Glas vorsichtig mit Küchenrolle aus und wasch es kurz mit fettlöslichem Spülmittel aus. Falls sich der Dochtfuß noch nicht gelöst hat, macht er das nach dem Waschen im Geschirrspüler, spätestens beim 2. Durchgang (benutze dazu das Programm mit der höchsten Temperatur).
Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du dein Glas dann auch mit der Heißluftmethode sterilisieren (30 min auf 180°C).

Ja, das geht einfach. Wir haben die Banderole nur mit einem Klebestreifen befestigt, daher kann man sie leicht runterreißen, wenn man sie nicht mehr möchte oder braucht. Die Klebereste lassen sich dann leicht mit ein bisschen Spülmittel und einem Metallschwamm runterrubbeln.

Unsere Kerzen werden in unserer Manufaktur in Mondsee hergestellt, und zwar angefangen von den Mischungen, übers Gießen bis hin zur Verpackung. Wir geben » hier einen kleinen Blick hinter unsere Kulissen.

KERZENINFOS UND TIPPS

Unsere Kerzen in Klassikkerzen-Größe haben eine Brenndauer von bis zu 65 Stunden. Das ist einerseits auf die guten Brenneigenschaften von pflanzlichem Wachs zurückzuführen. Andererseits ist die Kerze mit ca. 350ml Füllmenge auch richtig groß. Achte auf die Kerzenpflegetipps, um die Kerze auch wirklich so lange zu genießen.

Kerzen sind hochwertige Produkte, die auch gepflegt werden wollen. Vor allem bei breiteren Kerzen ist es essentiell für einen schönen Abbrand, dass man sie lange genug brennen lässt, um auch einen gleichmäßigen Abbrand zu erzielen. Das erste Mal anzünden ist der sogenannte “Gedächtnisbrand” einer Kerze. Dabei brennt sich die Kerze ein und merkt sich, wie weit sie nach außen gekommen ist. Daher ist es unbedingt notwendig, sie das erste Mal mindestens so lange brennen zu lassen, bis die gesamte Oberfläche flüssig ist. Denn sonst bildet sich nur ein Tunnel in der Mitte der Kerze und am Rand bleibt “ungebrauchtes” Wachs stehen. Das vermindert einerseits die Brenndauer der Kerze und sie leuchtet dadurch auch nicht so schön. Anderseits verflüssigt sich ein Teil des Wachses an den Wänden dann doch irgendwann und überflutet den Docht, was leider die Lebensdauer der Kerze erheblich verkürzt.
Deine Kerze sollte daher am besten immer einmal ganz bis zum Rand aufschmelzen. Nimm dir beim ersten Mal anzünden richtig Zeit, denn es wird schon 2-4 Stunden dauern, bis die ganze Oberfläche flüssig ist. Mit der Zeit geht das dann immer schneller. Generell sind 1-3 Stunden Brenndauer optimal.

Nimm dir Zeit für deine Kerze. Lass sie das erste Mal mindestens so lange brennen, bis die gesamte Oberfläche geschmolzen ist. Das braucht deine Kerze, um insgesamt gleichmäßig abzubrennen. Wenn du ihr keine Zeit gibst, wird sie nur einen kleinen Tunnel in der Mitte runterbrennen. Das ist schade für dich und für die Kerze, denn irgendwann kann es dann sein, dass der Docht einfach untergeht. Also: Zeit nehmen, Kerze genießen und schmelzen lassen. Das dauert am Anfang sicher 2-4 Stunden, bei den nächsten Malen dann kürzer. Die optimale Brenndauer liegt bei ca. 1-3 Stunden. Keine Sorge, deine Kerze brennt insgesamt bis zu 65 Stunden. Du kannst sie also viele Male genießen!

Unser Tipp: Blase deine Kerze nicht aus, sondern tauche den Docht in das flüssige Wachs (zB mit einem angebrannten Zündholz). So entsteht kein Rauch und der Duft der Kerze kann auch nach dem Ablöschen noch wunderbar nachwirken.

Der Kerzendocht ist so konstruiert, dass er beim Abbrennen einen Bogen auf eine Seite macht. Dafür wird ein Faden straffer eingeflochten als alle anderen. Die Krümmung ist wichtig, damit der Docht sich von selbst kürzt. Das kann er nämlich am besten in der äußeren Flamme, denn dort ist die Temperatur am höchsten.
Manchmal passiert es aber durch die Krümmung, dass das Wachs auf der einen Seite besser schmilzt als auf der anderen. Dann kann man, wenn das Wachs flüssig ist, den Docht einfach vorsichtig ein bisschen in die andere Richtung schieben. Manchmal ist auch ein kleiner Luftzug schuld. Dann einfach die Kerze umdrehen.

Nein! Wichtig für den perfekten Abbrand einer Kerze ist es, den perfekten Docht zu finden. Dieser wird abgestimmt auf das Wachs, auf den Durchmesser, auf den verwendeten Duft. Um den besten Docht zu finden, sind viele Tests nötig. Es lohnt sich aber auch, denn nur so schmilzt das ganze Wachs, ohne dabei zu rußen.

Kerzen mögen zwei Dinge nicht, und können dann zum Rußen neigen: 1.) Wenn sie im Luftzug stehen. Das mögen und vertragen Kerzen einfach nicht!
2.) Wenn der Docht zu lange ist. Deswegen empfiehlt es sich, den Docht immer mal wieder auf ca. 5mm zu kürzen. Vor allem, falls er ein kleines “Kopferl” ausgebildet hat.

Wenn du deine Kerze mal länger nicht verwenden willst, solltest du sie stehend, dunkel und kühl lagern. Am besten eignet sich dafür unser Kerzenkarton. So bleibt die Kerze geschützt vor Staub und der Duft hält sich auf kleinem Raum besser, als wenn die Kerze frei dasteht.

Die Kerzen hält sich übrigens besser, wenn sie schon mal angezündet war. Da es ein Naturprodukt ist, ist diese Haltbarkeit aber auch begrenzt auf ca. 2 Jahre.

Grundsätzlich können unsere Kerzen drinnen und draußen verwendet werden. Die ätherischen Öle schaffen ein besonders schönes Raumklima. Dieser Effekt verpufft bei der Verwendung im Freien. Daher haben zumindest wir sie eher für die Verwendung in Räumen gedacht.

NATÜRLICH-DEZENTES DUFTERLEBNIS

Unsere Kerzen bescheren dir ein natürliches Dufterlebnis. Sie unterscheiden sich grundsätzlich von den herkömmlichen synthetischen Duftkerzen, mit denen die Industrie versucht uns auf viel zu intensive Dufterlebnisse zu konditionieren.
Wir verwenden eine hohe Konzentration an ätherischen Ölen. Die Duftintensität hängt trotzdem von verschiedenen Faktoren ab.
Wenn du an der kalten Kerze schnupperst, ist dein Dufterlebnis ein anderes, als wenn du die brennende Kerze im Zimmer stehen hast. Wenn die Kerze brennt, entfalten sich die Duftmoleküle und verbreiten sich im Raum. Die Duftintensität kommt daher auf die Größe des Raums drauf an. Und, sehr entscheidend: Duftempfinden ist etwas sehr Subjektives. Das bedeutet, dass jeder Mensch die Intensität von Düften verschieden wahrnimmt. Manche Nasen sind sensibler, andere wiederum schon ein wenig “abgehärtet”. Das hängt sogar mit der Tagesverfassung zusammen. Nicht immer riecht man einen Duft gleich intensiv. Die ätherischen Öle mit den positiven Wirkungen sind aber im Raum, egal ob man sie viel oder wenig riecht.

Wie schon erwähnt ist Duftempfinden etwas sehr Subjektives, was sich sogar entsprechend der Tagesverfassung ändern kann. Grundsätzlich gewöhnt sich die Nase auch nach einer Zeit an einen Duft, vor allem wenn man ihn mag. Vielleicht hast du selbst schon mal erlebt, dass wenn man immer das gleiche Parfum verwendet man dieses irgendwann nicht mehr riecht. Oder du hattest schon mal mit Menschen Kontakt, die die Intensität ihres Parfums nicht mehr richtig einschätzen konnten, weil sie es selbst nicht mehr wirklich riechen können.
So passiert es auch mit dem Kerzenduft. Wenn man längere Zeit mit der Kerze im gleichen Raum ist, kann es vorkommen, dass man den Duft nicht mehr richtig wahrnimmt. Verlässt man dann den Raum und kommt wieder neu hinein, merkt man den Duft wieder. Es kann auch helfen, wenn man mal ordentlich durchlüftet und frische, kühle Luft in den Raum lässt. Je kälter die Luft, desto intensiver ist der Duft.

Die ätherischen Öle befinden sich gleichmäßig in der ganzen Kerze und die Kerze duftet auch, wenn sie nicht angezündet ist. Das hängt damit zusammen, dass sich die Duftmoleküle der Oberfläche lösen und der Duft so in die Luft abgegeben wird. Die Duftintensität ist allerdings eine andere, da durch das Aufschmelzen vom Wachs mehr Duftmoleküle freigesetzt werden, die sich dann im Raum verteilen. Wenn die Kerze, ohne angezündet zu werden, länger steht, wird der Duft an der Oberfläche mit der Zeit weniger. Spätestens dann wird es Zeit, die Kerze mal wieder anzuzünden, um eine neue Schicht mit Duft hervorzubringen.

Die ätherischen Öle riechen von Natur aus unterschiedlich stark. So gehören die Zitrusöle zu den dezenteren Düften (Kopfnoten), die sich auch am leichtesten wieder verflüchtigen. Blumige Düfte, wie z.B. Lavendel oder Rosengeranie, gehören zu den Herznoten und sind schon gewichtiger in der Duftintensität. Basisnoten wie Patchouli oder Vetiver haben einen schweren und meist auch intensiven Duft. In der Kombination kann die Duftintensität dann wieder variieren.
Wir versuchen, die Intensität unserer Kerzen ähnlich zu halten, indem wir verschiedene Duftkonzentrationen verwenden. Trotzdem gibt es kleine Unterschiede. Sonnenstunden und Shanti Shanti zählen zu den dezenteren Düften, während Rosenmeer und Gebirgsbach zu unseren intensiveren Düften gehören.

GUT ZU WISSEN

Du willst sicher gehen, dass deine Kerze oder auch dein Kosmetikprodukt wirklich nur Rohstoffe enthält, die schonend und direkt aus Pflanzen gewonnen werden? Dann achte auf die Inhaltsstoffe! Wer transparent mit den Inhaltsstoffen umgeht, hat auch sicher nichts zu verbergen. Bedenke, dass natürlich nicht gleich natürlich ist. Auch naturidentische Öle, die in Laboren hergestellt werden, können als natürliche ätherische Öle bezeichnet werden. Also achte auf die Wortwahl “100% naturrein” oder “naturreine ätherische Öle”. Wenn bei den Inhaltsstoffen eines Produktes “Parfum” ohne einen entsprechend Hinweis auf "100% naturrein" angegeben ist, kannst du davon ausgehen, dass es sich hier NICHT um einen direkt aus den Pflanzen gewonnenen Duft handelt, auch wenn Kopf-, Herz- und Basisnoten beschrieben werden. Und wenn du wählen kannst lass auch die Finger von Paraffinen und Palmwachs/Palmöl. Es gibt viele gesunde, natürliche und nachhaltige Alternativen.